Abschlussveranstaltung
Modellregion Inklusive Bildung

Am Montag, den 28. September 2020 findet die Abschlussfeier des fünfjährigen Projektes „Modellregion Inklusive Bildung Frankfurt am Main“ statt. Die Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Situation in einer hybriden Form, mit begrenzter Teilnehmerzahl vor Ort im Clubhaus Germania der Frankfurter Rudergesellschaft und einen für alle frei zugänglichen Livestream, durchgeführt.

Wann geht es los?
Montag, 28. September 2020
13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Wie sind Sie dabei?
Leider ist die verfügbare Raumkapazität im Clubhaus Germania bedingt durch die Corona-Pandemie auf 60 Plätze beschränkt.
Allen weiteren Gästen steht der angebotene Live-Stream der Veranstaltung auf dieser Website zur Verfügung.

Worauf können Sie sich freuen?
Neben interessanten Podiumsgästen, einem Vortrag zur Entwicklung der inklusiven Bildung sowie spannenden Film-Einspielern wollen
wir den gemeinsamen Einsatz und die Beteiligung der vielen Bildungsakteurinnen und -akteure würdigen und einen Blick auf die kommende Zeit werfen.
Durch die Veranstaltung führt Moderatorin Nina Lindlahr, die bereits die Auftaktveranstaltung dieses Projekts vor fünf Jahren moderiert hat.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine schöne Abschlussfeier!

Das Programm

Das erwartet Sie bei der Abschlussveranstaltung “Modellregion Inklusive Bildung” am 28. September 2020.

Der Ablauf

Datum: 28.09.2020 (Montag)

Beginn: 13:00 Uhr

Ende: ca. 15:00 Uhr

Live aus dem Clubhaus Germania der Frankfurter Rudergesellschaft

Die Menschen

Moderatorin
Nina Lindlahr

Grußworte
Stadträtin Sylvia Weber
Kultusminister Prof. Alexander Lorz

Impulsvortrag
Prof. Dr. Dieter Katzenbach

Podiumsgespräch
Stadträtin Sylvia Weber
Julia Frank
Jan Kofranek
Markus Volkov

Interviewgespräch „Ausblick“
Ute Sauer
Evelin Spyra

Die Schlagwörter

Perspektiven
Impressionen
Hürden
Gelungenes
Komplexität
Brücken
Beteiligung
Reformagenden
Teilhabe
Wohlbefinden
Rückblicke
Chancen
Gemeinsam
Partner
Ressourcen

Die Specials

Interaktives Tool sli.do für Ihre Meinungen und Fragen

Digital Fragen stellen mit der Kommentarfunktion

Statements und Videos

Die Gastgeberin

Sylvia Weber

Stadträtin der Stadt Frankfurt

seit 15.07.2016 Stadträtin, Dezernentin für Integration und Bildung

01.02.2007 – Amtsantritt Geschäftsführerin des hessischen Bibliotheks-Konsortiums zum Erwerb elektronischer Literatur für die deutschen Hochschulen und Forschungsinstitute an der Universität Frankfurt am Main

01.01.1995 – 31.01.2007 Referatsleiterin Informationsverarbeitung und Neue Medien im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden

01.07.1992 – 31.12.1994 Projektmanagerin an der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main

01.07.1992 – 31.12.1994 Wissenschaftl. Mitarbeiterin am Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität Frankfurt am Main

15.10.1986 – 31.03.1989 Flugbegleiterin bei der Deutschen Lufthansa AG

Diplom Kauffrau

Abitur an der St. Angela Schule, Königstein i. Ts. Studium in Germanistik, Kunstgeschichte (J. Gutenberg-Universität Mainz) und Wirtschaftswissenschaften (Universitäten in Mainz und Frankfurt am Main)

Die Gäste

Wir freuen uns sehr, dass wir für die Abschlussveranstaltung “Modellregion Inklusive Bildung” tolle Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu Gast haben.

Prof. Alexander Lorz

Hessischer Kultusminister

Prof. Dr. R. Alexander Lorz ist seit Januar 2014 Hessischer Kultusminister.

Zuvor war er Staatssekretär im Kultusministerium sowie im Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Bis zu seinem Wechsel in die Politik lehrte er an der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit Januar 2019 vertritt er den Wahlkreis Wiesbaden II als direkt gewählter Abgeordneter im Hessischen Landtag.

Prof. Dr. Dieter Katzenbach

Professor am Institut für Sonderpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt

Prof. Dr. Dieter Katzenbach, Jahrgang 1960, Förderschullehrer und Diplom-Pädagoge, seit 2000 Professor am Institut für Sonderpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt. Leitung des Arbeitsbereichs „Inklusive Pädagogik und Didaktik bei kognitiven Beeinträchtigungen“.

Arbeitsschwerpunkte sind Inklusion in Bildung und Gemeinwesen, Zusammenhänge von kognitiven und affektiven Faktoren in der Genese struktureller Lernstörungen, sowie die Theorie und Praxis Psychoanalytischer Pädagogik, insbesondere bei Menschen mit geistiger Behinderung. Mitbegründer und Mitherausgeber der Zeitschriften Inklusion Online und Qualifizierung für Inklusion-Online.

Elard Apel

Projektleiter, Stadtschulamt, Stabsstelle Pädagogische Grundsatzplanung 

Seit 2011 Mitarbeiter der Stabsstelle Pädagogische Grundsatzplanung im Stadtschulamt Frankfurt am Main und von 2015 bis 2020 Projektleitung der „Modellregion inklusive Bildung“ für den Schulträger

2009 – 2011 Referent u.a. für Schule, Soziales und Kultur der GRÜNEN Rathausfraktion Wiesbaden

2000 Promotion „Dr. phil.“ an der Universität Marburg

1991 – 2009 Jugendbildungsreferent der Hessischen Waldjugend

1991 Abschluss „Diplom Sozialwirt“ an der Universität Göttingen

Vater einer Tochter

Jan Kofranek

Leiter Wallschule und Beratungs- und Förderzentrum Frankfurt Süd 

Förderschulrektor

Seit 2/2016 Leiter der Wallschule, Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, und des Beratungs- und Förderzentrums (BFZ) Frankfurt-Süd, Frankfurt-Sachsenhausen

1/2013 – 2/2016 Leiter Fortbildungsangebote für Schulleiter/innen und Stellvertreter/innen in der Hessischen Lehrkräfteakademie, Führungsakademie – Schwerpunkt Fortbildungsreihen für Führungskräfte in Schule, Wiesbaden

3/2010 – 12/2012 Mitarbeit auf Abordnungsbasis im Hessisches Kultusministerium, Referat I.1 Personalentwicklung – Schwerpunkt Fortbildungen für Schulleitungen zum Thema Inklusion, Wiesbaden

8/2008 – 3/2010 Förderschulkonrektor Pestalozzischule, Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache, Bad Homburg

8/2001 – 7/2008 Förderschullehrer, Hans-Thoma-Schule, Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und körperlich-motor. Entwicklung, Oberursel

Julia Frank

Vorsitzende Stadtelternbeirat 

Geboren 1975 in Frankfurt und Mutter zweier Söhne in weiterführenden Schulen.

(Beruflich – nach Abbruch eines VWL-Studiums an der Goethe-Uni – seit Ende der 90er als Konzertveranstalterin/Bookerin tätig)

Seit 2018 im Stadtelternbeirat tätig und seit Februar 2020 als Vorsitzende.

Markus Volkov

Schüler der IGS Süd

Markus Volkov ist seit 2016 Schüler der integrierten Gesamtschule Süd (IGS-Süd) in Frankfurt-Sachsenhausen.

Die IGS-Süd ist eine inklusiv arbeitende Schule, in der alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihres individuellen Bedarfs potentialorientiert und mit Anerkennung ihrer Einmaligkeit willkommen sind. Vielfältigkeit wird als Bereicherung verstanden. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen selbst Verantwortung für ihr Lernen. Die Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Lernen bestmöglich unterstützen. Dies fordert von den jungen Menschen ein hohes Maß selbstverantwortlichen Handelns.

Evelin Spyra

Amtsleiterin Staatliches Schulamt

Evelin Spyra ist seit August 2018 Amtsleitern des Staatlichen Schulamts für die Stadt Frankfurt am Main.
Zuvor hat sie folgende berufliche Tätigkeiten durchlaufen:

Referatsleiterin des Gymnasialen Referats im Hessischen Kultusministerium
Leitende Schulamtsdirektorin eines Staatliches Schulamtes
Schulleiterin Gymnasium
Stellvertretende Schulleiterin Gymnasium
Stellvertretende Schulleiterin einer Integrierten Gesamtschule (IGS)
Stufenleiterin 7-10 in einer IGS
Lehrerin für die Fächer Englisch und Französisch in einer Kooperativen Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe

Ute Sauer

Amtsleiterin Stadtschulamt

Seit 2007 befasst sich die Amtsleiterin des Stadtschulamtes Frankfurt am Main intensiv mit nahezu allen zentralen Themen des Kita- und Schulbereichs, um die Bildungschancen für alle Frankfurter Kinder und junge Erwachsene zu fördern.
Gemeinsam mit vielen Kooperationspartnerinnen und -partner aus Stadt, Land, freien Trägern, Stiftungen, Unternehmen und Vereinen geht es ihr darum, Frankfurt als Familienstadt zu stärken.
Es gilt den Ausbau und die qualitative Weiterentwicklung von Betreuungsangeboten für Kinder und in Schule in einer rasant wachsenden Stadt umfassend umzusetzen.
Die Unterstützung der pädagogischen Arbeit in Schulen durch Ausbau von Ganztags- und Jugendhilfeangeboten, Inklusion sowie sozialpädagogischer Förderung an Schulen bewegt sie seit Jahren strategisch und strukturell weiter.
Und nicht zuletzt steckt viel Energie in den Planungen für den Bau, die Sanierung und die Ausstattung von Schulen und Kitas.

Nina Lindlahr

Moderatorin

Nina Lindlahr ist ein absolutes Allroundtalent. Sie ist Journalistin und Autorin für diverse WDR-Formate (Sendung mit der Maus, Wissen macht AH, Frau TV, Markt u.a.), Moderatorin auf der Bühne und im TV (Deutsche Welle, WDR Wirtschaftsredaktion etc.) und Sprecherin (TV Beiträge, Imagefilme, Werbung und E-Learnings ).
Mit ihrem Talent, Menschen zu begeistern und ihrer warmherzigen und offenen Art schafft sie eine Atmosphäre, die Spaß macht und
authentisch ist.

Sie moderierte bereits vor fünf Jahren die Auftaktveranstaltung des Projekts und wir freuen uns sehr, dass sie nun auch die Abschlussfeier begleiten wird.

Abstract „Modellregion inklusive Bildung – Inklusion gelingt gemeinsam“

Die Modellregion inklusive Bildung hat mehr als fünf Jahre die Schul- und Bildungslandschaft Frankfurts mitgeprägt. Sie hat auf den verschiedenen Ebenen mit unterschiedlicher Intensität inklusive Entwicklungen nachhaltig angestoßen.

Der Hessische Kultusminister, der Oberbürgermeister und die Bildungsdezernentin unterzeichneten im Juli 2015 die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt am Main über die Modellregion Inklusive Bildung. Damit wurde Frankfurt eine von neun Modellregionen in Hessen.

Grundlegendes Steuerungsinstrument in allen hessischen Modellregionen war die Umlenkung sonderpädagogischer Personalressourcen in die allgemeine Schule zur Unterstützung und dem Ausbau der inklusiven Beschulung. Voraussetzung hierfür war der Abbau von bestimmten Förderschulen in den jeweiligen Modellregionen, i.d.R. waren dies Förderschulen im Förderschwerpunkt „Lernen“. Ein weiteres gemeinsames Steuerungsinstrument war die Unterstützung des inklusiven Unterrichts von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen durch sozialpädagogische Fachkräfte, die die kommunalen Schulträger bereitstellten.

In ämterübergreifenden Zusammenarbeit hatten das Staatliche Schulamt und das Stadtschulamt zuvor die Gesamtkonzeption für die Modellregion inklusive Bildung erarbeitet.
Hieran hatten Akteurinnen und Akteure aus Schule, Verwaltung, Jugendhilfe, Eltern- und Schülerschaft mitgewirkt und ihre Perspektiven eingebracht.
Die Gesamtkonzeption beschrieb mehr als 20 Ziele, die auf den unterschiedlichen Fachebenen erreicht werden sollten. Zudem regelte sie die einzelnen Umsetzungsmaßnahmen. Hierzu zählten die Themen:

• Qualifizierung multiprofessioneller Teams
• Qualifizierung Lehrkräfte
• Regionale Koordination und Zusammenarbeit
• Jugendhilfe in der Grundschule
• Bauleitlinien Barrierefreiheit
• Wissenschaftliche Begleitung
• Regionale Beratungs- und Förderzentren
• Weiterentwicklung inklusiver Unterricht.

Mit dem Abschluss des Projektes „Modellregion inklusive Bildung“ enden jedoch nicht die Bestrebungen, die Schul- und Bildungslandschaft Frankfurts inklusiv weiterzuentwickeln und auszubauen. Diese Arbeit wird jetzt in den inklusiven Schulbündnissen weitergeführt, um in schulübergreifenden Strukturen die Schüler- und Lehrerlenkung im Sinne der Inklusion anzugehen. Zudem sind sowohl in den vergangenen als auch in der aktuellen Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes inklusive Bedarfe und Entwicklungen berücksichtigt worden.

Abstract Projekt „Paru“

Das Projekt „Para Rudern an Frankfurter Schulen“ ist ein Kooperationsprojekt des Stadtschulamtes, des Deutschen Ruderverbandes e.V., des Deutschen Behindertensportbundes e.V. sowie der Offenbacher Rudergesellschaft Undine e.V. mit Sitz in Fechenheim.
Neben einer Förderschule haben auch eine integrierte Gesamtschule sowie ein Gymnasium teilgenommen. Sportangebote bieten eine gute Möglichkeit für die Sozialisation von jungen Menschen in inklusiven Settings. Gerade beim Rudern im Mannschaftsboot sind Abstimmungen sowie Absprachen zu treffen und Interaktionen gemeinsam als Team durchzuführen. Inklusion wird im Projekt als Querschnittsthema verstanden. Im Fokus aller möglichen Angebote und Initiativen steht, die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, um sie zu motivieren, Spaß an der Bewegung zu bekommen und sich darüber hinaus – angeregt durch die Bewegung – mit einer gesunden Ernährung zu beschäftigen.
Frankfurt verdichtet sich immer mehr, so dass immer weniger freie Flächen für Bewegungs-und Sportangebote zur Verfügung stehen, aber Frankfurt hat den Main, der schon seit Jahrhunderten zum Rudern genutzt wird. Das Projekt knüpft somit an eine lange Tradition an.

Ausblick
Mit dem Frankfurter Schulruderzentrums (SRZ) konnte ein weiterer wichtiger Kooperationspartner gewonnen werden. Das SRZ ist ein gut etablierter Kooperationspartner für die Frankfurter Schulen. Seit 2005 ist es Flächenstützpunkt für Frankfurter Schulen. Die Durchführung des Sportangebotes „Rudern“ erfolgt hier in Anknüpfung an das Landesprogramm „Talentsuche und Talentförderung“ sowie dem Landesprogramm „Schule und Verein“. Bisher wird die Sparte Para Rudern und inklusive Ruderangebote noch nicht vom SRZ abgedeckt. Mit dem Bau des neuen SRZ in Niederrad (Mainfeld) steht ab dem nächsten Jahr ein barrierefreies Gebäude für den Schulrudersport zur Verfügung. Das Konzept des SRZ und von Paru sind als sich ergänzende Angebotsstrukturen zu verstehen. Die Zielstellung des SRZ ist es, die Durchführung des Sportangebotes Rudern in Verknüpfung mit den zuvor genannten Landesprogrammen zu gewährleisten. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Identifikation und Hinführung von jungen Menschen zum Rudersport und den damit verbundenen Landes- und Bundeskadern. Durch die Kooperation mit dem SRZ erweitern sich die Möglichkeiten des Projektes Paru, weil neben inklusiven Ruderangeboten im Bereich des Breitensportes auch die Sparte der Talentförderung sowie die Hinführung zum Leistungssport angeboten werden kann.